Free Stevia: AKTUELL

Der vermeintlich natürliche Zuckerersatz aus der Stevia-Pflanze wird synthetisch hergestellt (?)

16.03.2014

... das ist die platte Falschaussage einer Sendung des ZDF. Selbstverständlich ist das ein völliger Unsinn. Wer bitte nimmt einen Sven-David Müller oder einen Udo Pollmer in Sachen Stevia noch ernst? Doch nun auch noch das ZDF?

Werden Fakten bewusst falsch darstellt, versucht man meist die öffentliche Meinung zu manipulieren. Täuscht das öffentlich-rechtliche Fernsehen also Verbraucher? Wir haben die wichtigste Passage dieser Sendung für Sie dokumentiert und kommentiert.
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Vom Acker statt aus der Fabrik: Natürliches Süßungsmittel Stevia soll 2016 endgültig marktreif sein

14.01.2014

... das ist die Schlagzeile einer Pressemitteilung der Universität Hohenheim. Da zum Ende des Jahres 2013 die EU die hohen Subventionen für Tabakanbau stoppte, soll Stevia eine Alternative für die vielen kleinen Tabakbauern werden, die sonst kaum eine wirtschaftliche Perspektive haben. 2016 soll das natürliche Süßungsmittel dann marktreif sein. Nur von was sollen die Tabakbauern bis dahin leben und wie natürlich kann das neue Süßungsmittel sein? LESEN SIE MEHR HIER

 

Mit viel Engagement geschrieben:
Das Stevia-Buch für Diabetiker von Ursula Summ

07.12.2013

Naschen ohne schlechtes Gewissen? Aber klar doch!
- Zugegeben, es hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein: süße Leckereien ohne Zucker hergestellt, die ganz natürlich schmecken und für Diabetiker geeignet sind. Gibt´s nicht? Doch - dank Stevia. Der natürliche Süßstoff enthält eine enorme Süßkraft und hat dabei null Kohlenhydrate und null Kalorien. Es ersetzt nicht nur die Süße von Zucker, sondern gibt Kuchen und Gebäck genügend Volumen. Den Beweis gibt´s 80 Mal in diesem Buch! - Süß, pikant, lecker: Grundteige, Kuchen, Desserts und Eis - alles ist möglich. Genaue Angaben zur Dosierung machen das Backen zum Kinderspiel. - Dem Blutzucker zuliebe: Stevia lässt Ihren Blutzuckerspiegel nicht ansteigen - ideal für Diabetiker, die unbeschwert zugreifen können. Kalorienfrei süßen, reuelos naschen - lassen Sie es sich schmecken!


Ursula Summ: Das Stevia-Buch für Diabetiker

85 zuckerfreie Leckereien für Naschkatzen
Trias Verlag, 2013
126 Seiten, 12,99 Euro


 

Sieg der späten Vernunft: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg lenkt gegenüber Gesund & Leben in wesentlichen Punkten ein.

12.11.2013

Am 31.10.2013 gab das Oberlandesgericht Freiburg mit dem Beschluss 4 U 117/13 der Berufung der Firma Gesund & Leben gegen das Urteil des Landgerichts Konstanz vom 10.04.13 statt. Wir berichteten bereits zum Urteil der ersten Instanz HIER.

Demnach gilt es nicht als irreführend, wenn für die Bewerbung von Tafelsüßen mit Steviolglycosiden Abbildungen der Stevia–Pflanze und Begriffe wie "Stevia-Fluid" und "Stevia-Blätter" verwendet werden. Denn es werden eindeutig Teile der Stevia-Pflanze zum Süßen genutzt.
Einen Pressetext von Gesund & Leben finden Sie HIER.
Als eine Folge zu diesem Beschluss werden nun Passagen der nationalen Leitlinien zur täuschungsfreien Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit dem Zusatzstoff Steviolglycoside gesüßt sind, fraglich.

 

Stevia nun in kontrollierter Bio-Qualität

11.09.2013

Als erstes Unternehmen in Europa bietet die Firma MedHerbs Blätter der Stevia als Lebensmittel in kontrollierter Bio-Qualität an.

Hier ein Auszug aus einem Interview mit Herrn Peter Grosser, CEO von MedHerbs:

„Einige Monate haben wir jetzt daran gearbeitet, haben Ämter, Institute, Behörden und die Kommission überzeugt und können nun als erstes Unternehmen in Europa Blätter der Stevia anbieten, die nachweislich nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau angebaut werden und als solche zerifiziert und kontrolliert sind. Die Verpackungen im Handel tragen deshalb das EU-Bio-Siegel und eine Öko--Kontrollstellennummer. Das gab es bislang nicht - ein echtes Novum.

Obwohl MedHerbs bereits seit Anfang 2012 Blätter der Stevia offen als Lebensmittel mit dem für Lebensmittel üblichen Mehrwertsteuersatz von 7% anbietet, behaupten einige Behörden weiter starrsinnig, Stevia sei ein Novel-Food. Doch wer möchte das bei einem echten Bio-Produkt nun noch tun?“


 

Sorgt für Streit: Steevia-Fluid
LG Konstanz untersagt Stevia-Werbung von Gesund & Leben

26.04.2013

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist nach eigener Darstellung erfolgreich gegen die irreführende Werbung eines Süßstoff-Herstellers aus Stockach vorgegangen. In einer Pressemitteilung wird der Sieg bereits gefeiert.

Seit dem erreichen uns fast im Minutentakt Anfragen von Konsumenten und dem Handel dazu, was denn da nur beim Herstellungsprozess am Molekül der Steviolglycoside manipuliert worden wäre, wenn es denn stimme, dass "Steviolglycoside nicht natürlich in Lebensmittel vorkommen" und "der Süßstoff mit der eigentlichen Pflanze nichts mehr zu tun habe".

Das Landgericht Konstanz hat derweil die Bezeichnungen «Steevia-Fluid» und «Stevia-Blätter» sowie die Abbildung eines Stevia-Blattes auf der Flasche mit dem Süßstoff Steviolglycosid als irreführend beurteilt. Das Urteil hat das Aktenzeichen 7 O 32/12 KfH, ist noch nicht rechtskräftig und liegt uns vor.

Hintergründe und Statements zu dieser einmaligen Posse finden Sie HIER


 

Süßer Exot wird über Nacht zur Tradition

04.04.2013

Ob „Sternenglanz“, „Schneewunder“, oder „frecher Flirt“, die Teebeutelkreationen von Messner, Teekanne und Milford haben alle eine gemeinsame Zutat: süße Brombeerblätter. Es sind aber nicht die Blätter unserer heimischen Garten-en-Brombeere, Rubus fruticosus, die hier vorrangig der schmackhaften Beeren wegen Verwendung findet, sondern die einer besonderen Art, die nur aus China bekannt ist und nur dort angebaut wird: Rubus suavissimus var chingii S. Lee.
Der Stoff, der in den Blättern gebildet wird und süßt, ist ein Steviolglycosid wie wir diesen auch in der Stevia rebaudiana finden: Rubusosid.

Galt die Pflanze Rubus suavissimus im September 2010 noch als zulassungspflichtiges und neuartiges Lebensmittel nach Verordnung (EG) Nr. 258/97 und damit als potentielles Gesundheitsrisiko, so ist es inzwischen wohl einem Verband gelungen nachzuweisen, dass die süßen Blätter bereits vor 1997 in nennenswertem Umfang der menschlichen Ernährung dienten, also nun plötzlich ein heimisches und traditionelles Lebensmittel in der EU sein sollen.

Selbstverständlich haben wir nichts dagegen, wenn nun ein asiatischer Exot unseren Kräutertee versüßt. Es verwundert nur, dass diese Brombeersorte in keinem einzigen botanischen Garten in Europa zu finden ist, keine Gärtnerei führt die Pflanze und auch in Apotheken Fehlanzeige.
Ärgerlich ist, welches ungleiche Maß gilt, wenn es darum geht, zu entscheiden, was Verbraucher trinken dürfen.
Ist also Rubus suavissimus ein traditionelles Lebensmittel, dann sollte das für die Stevia rebaudiana längst EU-weit Geltung haben.

 

Rebaudiosid A war gestern ?

10.03.2013

Das Unternehmen PureCirle beginnt reines Rebaudiosid D zu vermarkten. Theoretisch schmecken Steviolglycoside um so besser, je mehr Zuckerreste am Molekül gebunden sind. Galt also lange Zeit reines Rebaudiosid A als der Süßstoff der Stevia mit der besten geschmacklichen Akzeptanz, so legt PureCircle nun mit reinem Rebaudiosid D noch einen drauf. Eine Zulassung für Rebaudiosid D gibt es in der EU allerdings nicht. Hier gilt nach Anhang der Verordnung (EU) 231/2012, dass der Süßstoff einen Anteil an Steviosid und/oder Rebaudiosid A von 75% haben muss. Zudem ist reines Rebaudiosid D sehr teuer, weil dieser Anteil in der Pflanze Stevia rebaudiana nur in geringen Mengen vorkommt. Es ist anzunehmen, dass man sich nun der Selektion und Züchtung solcher Sorten der Stevia rebaudiana annimmt, die dann höhere Anteile an Rebaudiosid D enthalten.
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Steviolglycoside aus Zucker

08.03.2013

Der Agrokonzern CARGILL plant bereits in 2015 gemeinsam mit EVOLVA HOLDING SA, Schweiz, Steviolglycoside vorstellen zu können, die nicht mehr aus der Stevia rebaudiana extrahiert, sondern per Fermentation aus Zucker hergestellt sind. Die Verlierer dürften alle die Farmer sein, die auf die grüne Pflanze gesetzt haben.
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Noch mehr Verwirrung

01.02.2013

Komplexe Erkenntnisse sollen in diesem Buch einem breiten Publikum besser zugänglich werden. So sollte man auf 94 Seiten das finden, was man über Stevia wissen möchte. Über 100 Fragen will der "Bestsellerautor" hier beantworten, macht aber das Chaos noch grösser, in dem er die üblichen Fehlinformationen ungeprüft weiterreicht und Widersprüche nicht aufklärt:
Thomas Janßen: Stevia - Wissenswertes
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Leitlinie aus Österreich

18.08.2012

Mit einem Erlass veröffentlichte am 13.06.2012 das Bundesministerium für Gesundheit in Wien, auf Druck des Agrana-Konzerns eine Leitlinie über die täuschungsfreie Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit dem Zusatzstoff Steviolglycoside (E 960) gesüßt sind. Vieles darin ist sicher streitwertig, doch im Hauptkern enthält diese Leitlinie einen eklatanten Denkfehler.
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rechtlicher Status der Stevia rebaudiana

15.08.2012

In 2004 kam das Verwaltungsgericht München zu dem Urteil (M 4 K 03.4528), dass die Pflanze Stevia rebaudiana in Form getrockneter Blätter bereits vor Inkrafttreten der Verordnung (EG) 258/97, auch Novel- Food-Verordnung genannt, in nennenswerten Mengen für den menschlichen Verzehr in Gebrauch war und daher dieser Verordnung nicht unterliegt.

Zwischenzeitlich wurde auch der Europäische Gerichtshof aufgerufen, um hierzu eine wichtige Verfahrensfrage zu klären. Eine richterliche Nachprüfung der Entscheidung des Verwaltungsgerichts wird es nicht geben, da nun alle Verfahren einvernehmlich für ruhend erklärt wurden. Somit ist dieses Urteil aus München in seiner Aussage verbindlich: Stevia rebaudiana ist kein neuartiges Lebensmittel (Novel-Food), sondern eine ganz gewöhnliche pflanzliche Zutat. Eine solche Zutat braucht logischerweise demnach auch keine Zulassung und ist verkehrsfähig.

 

Leitlinie zur Bewerbung

25.05.2012

Im April hatte die in Wien ansässige Redaktion WirtschaftsBlatt Verlag AG in einem Bericht zur Auslobung von Stevia den Steviolglycosiden unterstellt, synthetisch hergestellt zu sein. Dies sei Expertenmeinung teilte der Autor mit und irrte weiter:
Wohlgemerkt sprechen wir hier von E 960 - das, wie beschrieben, durch einen "komplexen Prozess" gewonnen wird - und nicht von Steviosid, das in den Blättern der Pflanze enthalten ist.
Selbstverständlich braucht man keine Experten zu bemühen, um zu erkennen, dass es sich bei Steviolglycosiden um natürliche Pflanzeninhaltsstoffe und nicht um Produkte chemischer Synthese handelt.

In einigen Staaten der Gemeinschaft orientiert man sich bereits an einem Leitfaden der belgischen Regierung zur Bewerbung und Etikettierung von Stevia-Produkten.

Demnach ist die Bezeichnung "Süßstoff natürlichen Ursprungs" zur Bewerbung erlaubt.



 

Natürlich - was sonst bitte?

01.05.2012

Eine Streusüße mit 3% Steviolglycosiden und 97% an Maltodextrin protzig mit dem Schriftzug „Stevia“ zu bewerben, entspricht sicher nicht der allgemeinen Verbrauchererwartung und verdient Kritik.
Doch was der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv aktuell weiter dazu anmerkt, ist einfach eine Anmaßung...

Der Hinweis „Mit kalorienarmem Süßstoff natürlichen Ursprungs“ ist aus Sicht der Verbraucherzentrale nicht korrekt. Zum einen werden Stevia-Extrakte durch chemische Verfahren gewonnen, somit hat das Endprodukt mit Natürlichkeit nichts zu tun.

Glaubt man beim vzbv ernsthaft, man müsse die Verbraucher davor schützen, anzunehmen, natürliche Süßstoffe wüchsen auf Bäumen und fielen dann in Reinstform herunter, wenn man nur kräftig schüttelt? Auch Thaumatin muss genauso aufwendig aus der Katemfe-Frucht isoliert werden wie Steviolgycoside und gilt als natürlicher Süßstoff. Bei Mogrosiden, Brazzein und Rubusosid ist es nicht anders. Laut Fachlexikas wird unterschieden in "natürliche" Süßstoffe und "synthetische" - eben auf Grund deren Ursprungs und Quelle.

 

Exzellent recherchierte Faktenlage

29.04.2012

Was wurde zu Stevia alles geschrieben, ungeprüft wieder abgeschrieben und verbreitet. Das Internet ist leider voll mit Gerüchten, Unsinn und Halbwahrheiten - es ist ein Jammer. Hier nur ein Beispiel.

Prof. Dr. Jan C. Geuns von der Universität Löwen in Belgien forscht nun seit Jahren zu Steviolgycosiden aus der Stevia rebaudiana. Er ist der weltweit anerkannte Stevia-Experte. Auf seine Iniative hin kam es in Europa zu einer Zulassung des neuen Süßstoffs.
- Sein Buch "Stevia und Steviolglykoside" erschien zuerst in flämisch, dann in rascher Folge in englisch, spanisch, chinesisch, französisch und jetzt auch in deutscher Übersetzung. - Schluss mit der Gerüchteküche. Wer mehr Hintergründe erfahren will, das Thema aus einem wissenschaftlich exakten Blickwinkel erfassen möchte, kommt um dieses Buch nicht umhin.
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Die wundersame Wandlung des Geschlechts - oder macht Stevia Männer impotent?

27.04.2012

1968 wurde von den Forschern Planas und Kuc behauptet, dass das Kraut der Stevia bei den Indianerfrauen  Südamerikas als empfängnisverhütendes Mittel genutzt würde. Dazu wurde auch eine Studie an Ratten durchgeführt [1]. Allerdings konnten die Ergebnisse aus dieser Studie nie in Folgeversuchen bestätigt werden. Auch verschiedene Feldstudien und Nachforschungen [2] besonders in Paraguay konnten die Anwendung von Stevia-Kraut als Kontrazeptivum nicht belegen. Eigentlich wäre damit das Märchen der empfängnisverhütenden Eigenschaften der Stevia rebaudiana ein für allemal widerlegt gewesen.

Richtig peinlich wurde es, als der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission in seiner Sitzung vom 17.06.1999 die Zulassung von Steviosid verwarf. Denn das Kapitel „Fruchtbarkeit und Teratogenität“ im Abschlussbericht beginnt mit einem fatalen Schreibfehler (Seite 4, 5. Absatz, 1. Satz): ”Leaves of S. rebaudiana have been used by Paraguayan Indians in tea as a male contraceptive.
Der Gutachter nimmt Bezug auf diese Studie [1] von Planas und Kuc aus dem Jahre 1968, die kontrazeptive Eigenschaften bei weiblichen Ratten belegen sollte. Dem Gutachter ist beim Lesen der Studie nicht aufgefallen, dass nur die weiblichen Ratten Auszüge aus den Blättern von Stevia rebaudiana erhalten haben und verwechselt einfach „weiblich“ mit „männlich“.
Den männlichen Ratten wurden keine Auszüge aus Stevia rebaudiana verabreicht. Wir lesen im Originaltext: ” A water decoction of the plant Stevia rebaudiana Bertoni reduces fertility in adult female rats of proven fertility.” Und weiter: ”In experiment 1 virgin female (age 90 to 100 days) were divided into two groups of 14 rats each. One group drank 10 ml of a 5-percent decoction daily and the other group served as the control. [.....] The decoction was continued daily throughout the 6-day mating period, but it was not available to the male rats.”

Folglich haben in dieser Studie die männlichen Ratten niemals Auszüge von Stevia rebaudiana zum Trinken erhalten. Da dieser Stoff den männlichen Ratten niemals verabreicht wurde, kann er auch keine Fruchtbarkeitsstörung bei männlichen Ratten auslösen.
Unter diesem Hintergrund erscheint die Argumentation im Portal imedo Gesundheitsnews als reine Demagogie:
[...] Zudem scheint Stevia die Zeugungsfähigkeit des Mannes zu beeinflussen und wird in Südamerika sogar als Empfängnisverhütungsmittel von Männern verwendet. Auch eine fruchtschädigende Wirkung kann im Tierversuch durch Stevia nachgewiesen werden. Die negativen Wirkungen betreffen aber nicht Stevia selbst, sondern das Abbauprodukt Steviosid.[...]

Der Medizinjournalist Sven-David Müller greift den ganzen Unsinn ungeprüft auf, verdreht ein wenig und macht daraus:
Die früher festgestellten negativen Auswirkungen auf die Reproduktion von männlichen Ratten standen mit der Verabreichung der gesamten Pflanze in Zusammenhang und wurden nicht durch die Steviolglykoside verursacht [3].

Am 14. April 2010 schreibt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA in einer Webnachricht: Toxikologische Tests haben gezeigt, dass die Substanzen (gemeint sind Steviolglycoside) weder genotoxisch noch krebserregend sind und auch keine negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzungsorgane des Menschen oder das ungeborene Leben haben.
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[1] Mazei-Planas, G. and J. Kuc: Contraceptive properties of Stevia rebaudiana Science 162 (1968) p. 1007.
[2] Soejarto, D. et al.: Potential Sweetening Agents of Plant Origin, II. Field Search for Sweet-Tasting Stevia Species; Economic Botany 37 (1983) p. 71 - 79.
[3] Swen-David Müller: Mythos Süßstoff (September 2010) Seite 103


 

Offizielle Spezifikation des zugelassenen Stevia-Süßstoffes

22.03.2012

Galt bislang die technische Mitteilung der JECFA, so liegt nun mit dem Anhang der Verordnung (EU) 231/2012 (Seite 1-5 und 270-271) eine genaue Darstellung dazu vor, aus welchen Steviolglycosiden der neue Lebensmittelzusatzstoff bestehen darf und welche Reinheitskriterien einzuhalten sind.


 

Stevia homegrown

14.01.2012

Weit vor Frühlingsbeginn erschien nun ein 126 seitiges Buch zu Anzucht und Anbau von Stevia der Gärtnerei Klock, das darüber hinaus auch auf Wirkung und Zulassung der Stevia-Süßstoffe eingeht. Abgerundet wird das Ganze mit leckeren Rezepten.

Titel: Stevia - gesunde Süße selbstgemacht, blv-Verlag, 12,95 Euro, ISBN: 978-3-8354-0962-0

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die sich mit Stevia selbst versorgen wollen - Garten, Balkon oder Terrasse vorausgesetzt. Übrigens: entgegen einigen Falschmeldungen, wie der vom AID-Pressedienst, ist selbst der kommerzielle Anbau von Stevia NICHT verboten.
So schreibt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf Anfrage: es liegen uns keine Erkenntnisse über ein Anbauverbot vor.


 

Pressemitteilung der Europäischen Kommission

14.11.2011

Die Europäische Kommission hat zwei Rechtsvorschriften verabschiedet, mit denen die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen bald noch sicherer und transparenter sein soll als bislang. Hier finden Sie dazu einen kurzen Überblick. Im Verlauf einer Neubewertung von Zusatzstoffen hat die Kommission zusätzlich der Verwendung des natürlichen Süßungsmittels Steviolglykoside, das aus der Stevia-Pflanze gewonnen wird, in mehreren Lebensmittelkategorien zugestimmt. Für die Spezifikation des neuen Süßstoffes gilt vorerst die technische Mitteilung der JECFA.

Wie wir aus der neuen Datenbank für Zusatzstoffe ersehen können und wie es der übliche Weg ist, gilt der neue Süßstoff zwar als zugelassen, rechtskräftig wird diese Verordnung aber erst 20 Tage nach der offiziellen Mitteilung, also am 02.12.201.
So steht es nun mal auch im Amtsblatt L 295/205 der Europäischen Union vom 12.11.2011:

Artikel 3
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung
im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Hier waren einige Tageszeitungen und Online-Dienste etwas vorschnell mit der Mitteilung, Steviolglykoside seien bereits als Zusatzstoff für Industrie und Handel erlaubt.

 

Verwirrung um ADI-Wert und Höchstmengen

31.10.2011
Wochen vor der Zulassung von Steviolglykosiden als neuer Lebensmittelzusatzstoff in der EU gibt es erhebliche Unsicherheit in der Deutung von Höchstmengen. Selbst Fachverbände scheinen überfordert. Online-Dienste wie focus.de und
süddeutsche.de sind sichtlich hilflos. Wie ist also die korrekte Faktenlage?

Das für Lebensmittelzusatzstoffe zuständige Gremium der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, das ANS-Gremium der EFSA, hat bereits im April 2010 einen ADI-Wert für Steviolglykoside festgelegt. Die maximal zulässige Tagesdosis liegt demnach bei 4 mg pro kg Körpergewicht und bezieht sich vom Wert her eindeutig auf Steviol und NICHT auf Steviolglykoside. 4 mg Steviol entsprechen umgerechnet etwa 11 mg an Steviolglykosiden. Ein Mensch mit 65 kg Körpergewicht könnte demnach täglich maximal etwa 715 mg an Steviolglykosiden zu sich nehmen.

Dazu schreibt die Europäische Kommission:

Die Behörde hat die ADI für Steviolglycoside in ihrer Stellungnahme als Stevioläquivalente ausgedrückt. Auch die Exposition gegenüber Steviolglycosiden durch die Nahrung wurde als Stevioläquivalente ausgedrückt. Daher sollten auch die Verwendungshöchstmengen als Stevioläquivalente ausgedrückt werden. Die höchstzulässigen Mengen an Steviolglycosiden werden als Summe aller in den Spezifikationen genannten Steviolglycoside ausgedrückt und können anhand der in den Spezifikationen genannten Umrechnungsfaktoren in Stevioläquivalente umgerechnet werden.

Auch der Entwurf der Europäischen Kommission zur Änderung von Anhang II der Verordnung (EG) 1333/2008  mit einer Liste zu Höchstwerten an Stevia-Süßstoffen für verschiedene Lebensmittelkategorien bezieht sich also auf Steviol-Äquivalente. - Eine einfache Tabelle hilft bei der Umrechnung.



Es wurde zum Beispiel für aromatisierte Getränke wie Limonaden ein Höchstwert von 80 mg/l an Steviol-Äquivalente vorgeschlagen, was umgerechnet etwa 220 mg Steviolglykosiden entspricht, eine Menge die übrigens ausreicht, um Erfrischungsgetränke zu süssen. Eigentlicher Sinn von Erfrischungsgetränken ist vorrangig unserem Organismus die notwendige Flüssigkeitsmenge zu sichern. Gleichzeitig kritisieren immer mehr Verbraucher den penetrant süssen Geschmack von Lebensmitteln und Getränken. Dass eine Limonade mindestens 600 mg des Stevia-Süßstoffs braucht, um bei Konsumenten Anklang zu finden, solche Forderung gibt es, ist also kein überzeugendes Argument.

 

Freie Bahn für den grünen Süßstoff

Unter diesem Motto hatte die Süddeutsche Zeitung am 27.09. in ihrer Online-Ausgabe frohlockt. Was war geschehen?

Die Molkerei Scheitz in Andechs hatte in einem Schnellverfahren am Verwaltungsgericht München erreicht, dass man ihr den Vertrieb ihres mit Stevia-Tee gesüßten Jogurts nicht untersagen darf. Auch ein Eintrag dieser Produkte im europäischen Schnellwarnsystem (RASFF) ist demnach nicht rechtens.

Das gleiche Gericht kam bereits 2004 in einem anderen Fall, damals klagte die Firma Mensch & Natur AG, zu dem Ergebnis, dass die Blätter der Stevia nicht unter die Novel-Food Verordnung fallen, da diese bereits vor Inkrafttreten dieser Verordnung in nennenswertem Umfang als Lebensmittel im Handel waren. Der Feistaat Bayern legte damals gegen dieses Urteil Berufung ein.

Verstehen Sie das also bitte richtig: zur Zulassung der Inhaltsstoffe der Stevia-Pflanze, den Steviolglykosiden, erwarten wir um den 14. November eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission und eine endgültige Zulassung zum 2. Dezember 2011.


 

Zulassung von Süßstoff der Stevia noch in 2011

Am 04.07.2011 haben sich in Brüssel die Mitglieder des ständigen Ausschusses für Lebensmittelsicherheit für die Zulassung von Steviolglykosiden als zusätzlichen Süßstoff innerhalb der EU ausgesprochen. Als letzter Schritt wird nun noch das Europäische Parlament dazu abstimmen. Dann könnten Steviolglykoside noch in 2011 in verschieden Lebensmittelkategorien eingesetzt werden. Eine Liste dieser Lebensmittel und der entsprechenden Höchstwerte finden Sie HIER. Auch der Handel von Tafelsüßen auf Basis der Stevia-Extrakte wäre dann möglich. In letzter Minute wurde auch die Zusammensetzung des Süßstoffes klarer formuliert. Demnach muss der Süßstoff mindestens 95%* an Steviosid, Rrebaudiosid A, B, C, D, E und F, Steviolbiosid, Rubusoside und Dulcosid enthalten. Mindestens 75%* davon müssen aus Steviosid und/oder Rebaudiosid A bestehen..

*bezogen auf das Trockengewicht

 

Geschmäcker sind verschieden, Gene auch!

31.05.2011
Das Gen- und Biotechnologie Team der HLFS Ursprung, Salzburg holte beim Bundesfinale „Jugend innovativ“ den 1. Platz in der Kategorie Science mit dem Projekt "Geschmäcker sind verschieden, Gene auch!“

Die 25 Schülerinnen und Schüler erbrachten weltweit erstmals den Beweis, dass ein Zusammenhang zwischen dem Geschmacksempfinden von Stevia, einem natürlichen Süßstoff, und dem menschlichen Erbgut besteht. Dafür wurde das Gen TAS2R38, verantwortlich für das Empfinden von bitterem Geschmack, anhand von DNA-Proben von über 300 Versuchspersonen untersucht.
Lesen Sie mehr dazu.. HIER

 

Rechtskräftiges Urteil des EuGH zu Stevia rebaudiana

14.04.2011
Lagen uns noch im November 2010 in der Rechtssache C-327/09, Mensch und Natur AG, ehemals "nur Natur", gegen Freistaat Bayern, die Schlussanträge des Generalanwaltes Niilo Jääskinen des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg (EuGH) vor, so hat heute das Gericht endgültig entschieden. Demnach hat die Entscheidung der Kommission 2000/196/EG keine Wirkung gegenüber Dritte, ist also nicht allgemein verbindlich.

Nun kann der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) frei über den Status zu Stevia rebaudiana nach Verordnung (EG) Nr. 258/97 entscheiden. Hier ist zu erwarten, dass sich der BayVGH dem Urteil des Verwaltungsgerichtes München aus 2004 anschliesst, wonach Stevia rebaudiana eben kein neuartiges Lebensmittel (Novel Food) ist, da diese Pflanze bereits vor dem Stichtag der Novel-Food-Verordnung, dem 15.05.1997 in nennenswertem Umfang im Verkehr war. Hinzu kommt die neue Faktenlage, dass nicht nur die Firma "Mensch & Natur AG" vor diesem Datum Stevia rebaudiana in grösseren Mengen abverkaufte, sondern noch weitere Unternehmen in Europa.

Lesen Sie mehr HIER

Am 15.04.2011 veröffentlichte der Deutschlandfunk dazu folgenden Bericht: LINK

 

BIO möglich - doch nicht sicher.

März 2011

Verbraucher wünschen bereits vor einer Zulassung Stevia-Produkte in Bio-Qualität. Viel Sinn macht dies bei den Blättern der Stevia, wenn auch Pestizide bisher nur in sehr geringen Spuren nachgewiesen werden konnten schon - der Bio-Anbau überzeugt generell durch seine ökologische Nachhaltigkeit. So finden wir seit Wochen in Bio-Läden wie Alnatura, Stevia in angeblicher Bio-Qualität.

Auf der aufwendigen Verpackung lesen wir: „Bio-Kontrolle im Herkunftsland durch BCS Öko-Garantie“. Nach unserer Recherche werden zwar Produzenten im Herstellungsland zertifiziert, eine Kontrolle in Deutschland findet jedoch nicht statt. Demnach könnte ein Anbieter statt Bio-Stevia auch genauso gut konventionelle Ware unter seinem "selbstgestrickten" Bio-Siegel anbieten, denn BCS überwacht nicht, ob hier wirklich Bio-Ware eingeführt und als solche nachweislich verkauft wird. So fehlt auf der Packung eine Öko-Kontrollstellennummer und ein offizielles Bio-Siegel. Diese fragwürdige Praxis unterläuft den eigentlichen Sinn einer Bio-Zertifizierung: eine lückenlose Garantie für die Herkunft aus Bio-Anbau.

 

Stevia in Bio-Jogurt

Februar 2011

Überraschend zur Bio Fach in Nürnberg stellte die Andechser Molkerei ihr neues Produkt „Stevia Bio-Jogurt mild“ vor. Gesüsst wird dieser Jogurt mit Rübenzucker und einem Auszug aus der Stevia. Die Molkerei Scheitz stützt sich hierbei auf die Einschätzung des Verwaltungsgerichts München aus 2004, wonach Blätter und damit auch die wässrigen Auszüge der Stevia rebaudiana kein Novel Food, sondern ein verkehrsfähiges Lebensmittel seien.

Zutaten: : Jogurt mild*, 7% Maracujasaft*, 5%, Bananenpüree*, 3% Rübenzucker*, 2% Tee vom Honigblatt* (Stevia rebaudiana Bertoni), native Maisstärke*, Limettensaft*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*
*aus kontrolliert ökologischem Landbau

 

EFSA kritisiert Höchstmengen an Steviolglykosiden in Lebensmittel

26.01.2011

In ihrem neuen Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird bemängelt, dass durch die beantragten Mengen an Steviolglykosiden für verschiedene Lebensmittelgruppen die erwartete Verzehrmenge (EDI-Wert, estimated dietary intake) des Süßstoffs und damit die maximal empfohlene Tageshöchstdosis (ADI-Wert) deutlich überschritten werden könnten. Dies erscheint unter der Voraussetzung von unterschiedlichem Konsumverhalten verschiedener Konsumentengruppen als realistisch. So wurden z.B. für Erfrischungsgetränke ein Höchstwert von 600 mg an Steviolglykoside pro Liter beantragt. Kinder könnten, da sie im Durchschnitt mehr Erfrischungsgetränke aufnehmen als Erwachsene, den ausgegebenen ADI-Wert dadurch deutlich überschreiten.

Dass die Antragsteller kurzerhand 15 Produktgruppen von ihrer Antragsliste entfernt haben, verärgert Verbraucher und Hersteller. Unter diesen 15 Gruppen fallen Produkte wie Gebäck, Kuchen, Snacks, Konfekt...

Lesen Sie HIER die Stellungsnahme der EFSA in Englischer Sprache..

 



Süßstoff Stevia

Lebensmittelriesen starten die Zuckerrevolution

22. April 2010
Multinationale Lebensmittelkonzerne wittern das grosse Geschäft mit den Süßstoffen der Stevia rebaudiana. Kann man ein hochaufgereinigtes Rebaudiosid A noch als einen natürlichen Lebensmittelzusatzstoff bezeichnen?

lesen Sie mehr..

 

EFSA bewertet die Sicherheit von Steviolglycosiden

14. April 2010
Das für Lebensmittelzusatzstoffe zuständige Gremium der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, das ANS-Gremium der EFSA, hat die Sicherheit von Steviolglycosiden, d. h. aus Pflanzenblättern extrahierten Süßungsmitteln der Stevia rebaudiana, bewertet und für deren sichere Verwendung einen Wert für die zulässige tägliche Aufnahmemenge festgelegt. Dieser Wert wird mit 4 mg pro kg Körpergewicht und Tag angegeben und bezieht sich auf Steviol-Äquivalente. Umgerechnet sind das etwa 10 mg Steviosid.

Um einer vorschnellen Pressemitteilung der Firma Cargill, Wayzata, Minnesota, USA zu widersprechen, bezieht sich die positive Bewertung nicht nur auf Truvia(TM)-Rebiana von Cargill, sondern auf jede Mischung von Steviolglycosiden mit einer Reinheit von >95%.

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Stevia Rebellen: wer sich für die Zuckeralternative engagiert

Oktober 2009
Das Print Magazin "myself" bringt in seiner Ausgabe 10/2009 einen Bericht zur Situation von Stevia in Deutschland: .. und der Süßstoff verkümmert in der Bürokratie-Wüste

Sie werden gesucht

Wir halten Ausschau nach Konditoren und Spitzenköche, gerne auch weiblich, welche mit hervorragenden Stevia-Produkten experimentieren und ihre Ergebnisse in einem ausführlichen Free Stevia Special darstellen möchten. Sind Sie dabei?





Steviolglycosid in Frankreich zugelassen

6. September 2009
Das Steviolglycosid Rebaudiosid A in einer Reinheit von 97% wurde von der AFSSA (Agence française de sécurité sanitaire des aliments) als Lebensmittelzusatzstoff für die Dauer von 2 Jahren in Frankreich zugelassen. Die neue Verordnung wurde nun im Journal Officiel de la Republique veröffentlicht.


GRAS-Status für Steviolglycoside

1. September 2009
Steviolglycoside haben in den USA nun auch den GRAS-Status erhalten und werden damit als gänzlich sicher bezeichnet. Die Abkürzung GRAS steht für Generally Recognized As Safe. Diesen Status vergibt die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) für Substanzen wie beispielsweise Lebensmittelzusatzstoffe, die allgemein als sicher angesehen werden.


Vive la Stevia!


August 2009
Während die Deutsche Lebensmittelüberwachung mit dem EU-Schnellwarnsystem (RASFF) derzeit gezielt gegen Stevia-Produkte vorgeht, als ginge es ernsthaft darum, die Menschheit vor dem Untergang zu retten, erreicht uns aus Frankreich eine interessante Nachricht zum Status der süßen Extrakten der Pflanze Stevia rebaudiana in der EU:
Nach Ankündigung der AFSSA (Agence française de sécurité sanitaire des aliments) werden gegen Ende August 2009, Steviolglycoside (Rebaudiosid A) in Frankreich als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Die neue Verordnung wird im Journal Officiel de la Republique veröffentlicht.

Sollte es den deutschen Behörden bis dahin gelungen sein, den inländischen Markt „trocken zu legen“, stehen dann genügend französische Produkte bereit.



Standort Deutschland - ein Trauerspiel.


Bild: Stevia Tabs hergestellt in Frankreich mit 64% Sorbit !!

Drittes Stevia Symposium erfolgreich

Die European Stevia Association, EUSTAS hat Anfang Juli 2009 das dritte Stevia Symposium an zwei Tagen organisiert. Neben zahlreichen Fachvorträgen zum Thema "Stevia in Europe" gab es genügend Möglichkeiten zum Meinungsaustausch. Positive Resonanz bekam das Event bereits von RSS Feeds unterschiedlicher Redaktionen. Wo sie die Begleithefte zu allen bisherigen Veranstaltungen bekommen können, zeigt ihnen der folgende LINK.

Stevia ist kein Novel Food

29.06.2009
Das Verwaltungsgericht München hatte in seinem Urteil vom 13. Mai 2004 (M 4 K
03.4528
) entschieden, dass die getrockneten Blätter der Stevia rebaudiana kein Novel- Food-Produkt seien. Begründung: Stevia-Blätter dienten als Zutat in Teemischungen schon vor dem 15.05.1997, dem maßgeblichen Stichtag, in nennenswertem Umfang dem menschlichen Verzehr in der Europäischen Union. Damit wurde die Stevia rebaudiana als Lebensmittel verkehrsfähig. Der Freistaat Bayern hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Darüber wurde nun vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (9 BV 09.743) verhandelt.
Fazit und eigentlicher Skandal: ein ordentliches Statusfeststellungsverfahren, in dem geprüft werden muss, ob es sich bei Stevia rebaudiana überhaupt um ein Novel-Food handelt, ist wohl nie von nationalen Behörden und der Europäischen Kommission durchgeführt worden.

Lesen sie die Presseerklärung von RA Hanspeter Schmidt HIER.
Einen Bericht der Süddeutschen Zeitung finden sie unter diesem LINK.

Diätprodukte

ZDF-Sendung Frontal 21: Diätprodukte sind für Diabetiker schädlich

12.05.2009
Fruktosehaltige Diätprodukte für Diabetiker sind über einen längeren Zeitraum aufgenommen, gesundheitlich bedenklich, denn Fructose wird sehr viel schneller in Körperfett verstoffwechselt als Glucose. Resultat: Übergewicht. Eine aktuelle STUDIE belegt die Zusammenhänge.

Den einzigen Gewinn streicht die Industrie ein: Diätprodukte mit Fruktose sind fast doppelt so teuer als vergleichbare Produkte, die mit Zucker gesüßt sind. Sehen sie HIER die Sendung des ZDF.


Stern TV zu Stevia

Am 18. Februar sendete RTL folgenden Themenbericht in Stern TV:

Wunderpflanze Stevia? 300 Mal süßer als Zucker - keine Kalorien.

Eine kleine Pflanze aus Paraguay könnte künftig Millionen Diabetikern und Übergewichtigen Hoffnung geben: Stevia. Sie senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel, hat keine Kalorien, verhindert die Entstehung von Zahnbelag und ist dazu noch 300 Mal süßer als Zucker. Wo ist der Haken? Kritiker behaupten, die Einführung der Pflanze in der EU wird von der Zuckerindustrie unterwandert. Die setzt jährlich rund 60 Milliarden Euro in Europa um. Pro Kopf werden in Deutschland ca. 40 Kilo Zucker verbraucht. stern TV stellt die vermeintliche Wunderpflanze vor.

Natur & Heilen 2/2009

Anfang 2009 erscheint ein Bericht zu Stevia rebaudiana in „Natur & Heilen, 2/2009“ von der Autorin Dr. Andrea Flemmer und die Erwartungen an diesen Artikel sind entsprechend dem sonstigen Standard dieser Zeitschrift recht hoch.

zur Rezension



Verbraucher enttäuscht

17. Dezember 2008:  Steviolglycoside sind von der Amerikanischen Food and Drug Administration, FDA als gesundheitlich unbedenklich eingestuft worden. Das klingt zuerst wie eine kleine Sensation.

Doch Enttäuschung macht sich inzwischen breit unter den US-Amerikanischen Verbrauchern. Keinesfalls gilt in Amerika eine generelle Zulassung - und für Stevia-Blätter schon mal gar nicht.
Die Zulassung durch die FDA beschränkt sich nur auf genau definierte Produkte der beiden Multis Cargill und Merisant. Unternehmen, die nun in den USA Lebensmittel für Diabetiker aus Stevia herstellen möchten, müssen wohl Lizenzgebühren an Cargill und Merisant zahlen, denn diese haben Patentrechte auf den Herstellungsprozess. Will man uns am Ende auch mit einer süßen Brause wie „Sprite Green®“ verhöhnen?

Wir sollten eine ähnliche Entwicklung in Europa verhindern.

 


Akademie Fresenius: Novel Food

18. November 2008
Die Fresenius-Konferenz bot einige Beispiele für Zulassungsverfahren neuartiger Lebensmittel, darunter auch Stevia. Stevia rebaudiana Bertoni wurde als Süßungsmittel in verschiedenen EU-Ländern bereits vor der Einführung der Novel-Food-Verordnung im Jahr 1997 verwendet. Schon 1942 gab es Versuchsfelder in Großbritannien, auf denen Steviapflanzen angebaut wurden. Mehr als neun Tonnen getrockneter Steviablätter wurden 1989 allein in Belgien importiert, und zwischen 1989 und 1997 wurden Steviablätter in den Niederlanden, in Belgien, in der Schweiz, in Deutschland und in Großbritannien verkauft. Doch 1997 intervenierte das belgische Gesundheitsministerium, sodass der Verkauf lebender Steviapflanzen in Belgien eingestellt wurde, wie Prof. Jan M.C. Geuns (KU Leuven, Belgien) auf der Fresenius-Konferenz berichtete. Das Ministerium behauptete, Stevia sei ein neuartiges Lebensmittel in Europa. Geuns machte „gewaltige Fehler und falsche Einschätzungen“ des früheren Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses (SCF, Vorgänger der EFSA) verantwortlich dafür, dass Stevia bis heute noch nicht das Zulassungsverfahren bestanden habe. „Eines der großen Probleme der Novel-Food-Verordnung ist, dass die Sicherheitsbewertung auf negativen Beweisen basiert. Das eröffnet Gegnern eines bestimmten neuartigen Lebensmittels die Möglichkeit, die Zulassung mit zusätzlichen Fragen zu erschweren“, sagte Geuns. Nur im Falle eines positiven Beweises einer bestimmten schädigenden Wirkung sei eine weitergehende Forschung vor der Zulassung auf dem europäischen Markt notwendig. Geuns: „Wenn ein Lebensmittel täglich von mehr als 164 Millionen Menschen ohne Anzeichen einer schädigenden Wirkung konsumiert werde, sollte es zugelassen werden ohne weitere kostspielige und unnötige Forschungsauflagen.“

die Welt logo


Missverständnis im letzten Satz

24. November: die Wochenzeitung „Die Welt“ und  „Welt Kompakt“ berichtet zu Stevia. Der letzte Satz ist jedoch leider etwas verunglückt. Selbstverständlich kann man mit Steviolglycosiden der Stevia auch Backen.  Nur bei einigen wenigen Teigen, dort wo es auf Masse und Klebrigkeit ankommt wie z.B. Biskuit, kann Stevia nicht das gewünschte Resultat bringen.

Den Text finden sie bei Welt Online unter diesem Link.

 


Nr. 47

Ein vierseitiges Dossier..

..widmete die Wochenzeitung "Die Zeit" der Stevia-Pflanze am 13. November. Berlin, Löwen, Hohenheim, Asuncion – Burkhard Strassmann berichtet von den unterschiedlichen Schauplätzen.

Kein Exemplar mehr am Kiosk? Es gibt eine Online-Version unter diesem Link.

 

stevia anbau in AustralienStevia in Australien und Neuseeland zugelassen

Oktober 2008: Steviolglycoside sind nun auf dem Australischen Kontinent als natürlicher Süßstoff in Lebensmittel und Getränken zugelassen.
Der gemeinsame Antrag von Australian Stevia Mills und der Plant Science Group der Central Queensland Universität wurde von der Australischen Lebensmittelbehörde (FSANZ) genehmigt. Der dabei geführte lebhafte und offene Dialog zwischen Behörde und Antragsteller ist beispielhaft. Lesen sie mehr dazu hier..

 

schweizer Heimtor

Schweizer Heimtor

28.08.2008
„Schweiz führt als erster europäischer Staat vielversprechenden Natur-Süßstoff ein“
so lautet die headline der Pressemitteilung der Universität Hohenheim vom 28.08.2008. Allerdings hat sich das Schweizer Bundesamt für Gesundheit, BAG nach acht Monaten Bearbeitungszeit lediglich dazu entschlossen, einem Einzelantrag zuzustimmen. Demnach darf nun in der Schweiz der Energie-Drink der Firma Storms mit Stevia gesüßt verkauft werden. Free Stevia berichtete bereits an anderer Stelle dazu. Ob in Zukunft weiteren Anträgen stattgegeben wird, ist derzeit ungewiss, denn jeder einzelne Schweizer Kanton muss nicht zwangsweise der Entscheidung des BAG folgen. Ausschlaggebend wird auch sein, in welcher Konzentration und Reinheit der Stevia-Süßstoff dem Endprodukt zugesetzt wird. Die Bewilligung ist auf zwei Jahre begrenzt.

- Wer dem Schwitzerdeutsch mächtig ist, findet hier eine interessante Audiodatei von Radio DRS Expresso.

 

brigitte deStevia praxistauglich?

Wenn es doch so einfach wäre: Kuchenbacken mit Stevia. Zuckermenge durch den Süßungsfaktor teilen, entsprechende Menge Stevia-Süßstoff einrühren, backen, fertig.
Doch viele Rezepte sind nicht „stevia-tauglich“. Dazu unterscheiden sich die angebotenen Stevia-Produkte auch noch in Qualität und Zusammensetzung.
Das Online-Magazin der Frauenzeitschrift Brigitte zeigt ihnen hier, wie sie sich Frust ersparen.

 

booklet of the 2nd stevia symposium

Stevia Symposium 2008

Die Gesellschaft EUSTAS (European Stevia Association) veranstaltete am 27 Juni 2008 das zweite Stevia Symposium an der Universität in Leuven, Belgien. Dazu ist nun das 196 seitige Buch erschienen. Eine kurze Inhaltsangabe und wo sie das Buch bestellen können, finden sie unter ..diesem LINK.
Auf Grund des starken internationalen Interesses ist für 2009 ein weiteres Symposium geplant.

 

JECFA_logo

JECFA bewertet Stevia endgültig und positiv.

Bei ihrem 69. Treffen 2008 in Rom bewertete das Expertengremium der JECFA die süßen Inhaltsstoffe der Stevia rebaudiana als sicher und legte einen endgültigen ADI Wert (0-4 mg/kg bw/ day bezogen auf Steviol, entsprechend etwa 10mg Steviolglycoside) fest. Ein erwachsener Mensch mit 70kg Körpergewicht könnte demnach bis zu 0,7g Steviolglycoside täglich aufnehmen. Diese Menge entspricht etwa 210g Saccharose. Das ist mehr als die durchschnittliche Menge, die in Deutschland täglich pro Kopf konsumiert wird (130g).
lesen sie dazu mehr hier..

Schüler leisten professionelle Forschungsarbeit

Hat Stevia eine karieshemmende Wirkung?  Die Schüler der HBLA (höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft) in Elixhausen, Salzburg sind der Frage nachgegangen und haben mit viel Ausdauer ein sehr beachtenswertes Projekt entwickelt und zum Abschluß gebracht.

lesen sie dazu mehr hier..

coca-cola logo

Stevia bald in Coca-Cola?

Die beiden Amerikanischen Konzerne Coca-Cola Co. und Cargill Inc. haben in den letzten Jahren an einem geheimen Projekt gearbeitet. Am 31. Mai 2007 wurde öffentlich, dass beide Unternehmen planen, eine bestimmte Zusammenstellung aus den süßen Inhaltsstoffen der Stevia-Pflanze in Erfrischungsgetränken zu verarbeiten. Die Mixtur trägt den Markennamen REBIANA. Dazu wurden bereits von Coca-Cola 24 Patente für Fertigprodukte angemeldet.
lesen sie mehr hier...
und dort..


eustas Logo

starke Lobby für kleine Pflanze

Endlich hat Stevia eine professionelle Lobby: die European Stevia Assosiation (EUSTAS) www.eustas.org
EUSTAS hat bereits einen Antrag für Stevia-Blätter und einen zweiten für die süßen Inhaltstoffe (Steviolglycoside) eingereicht.

Lesen sie die Kurzfassungen der beiden Anträge hier..

und hier..

Das European Stevia Center (ESC) besteht weiterhin als eine interne wissenschaftliche Plattform an der Universität in Leuven, Belgien: www.bio.kuleuven.be/biofys/ESC/German/ESC.htm



Herausgegeben von: Förderkreis „Free Stevia“,
Ansprechpartner: Frau Margitta Holly, Scharnhorst Str.1,
D-65195 Wiesbaden, BRD, Fax +49 (0) 611-940 6839.
Sämtliche Ausführungen in dieser Darstellung unterliegen den Bestimmungen des Copyrights und des Haftungsausschluss. Die Wiedergabe ist vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen NICHT gestattet. „Free Stevia" übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Angaben in dieser Darstellung.
m.holly@freestevia.de

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